Rückblick auf Freitag & Q1-Finale

Die letzte Handelswoche des ersten Quartals 2025 ging alles andere als freundlich zu Ende. Die US-Indizes zeigten erneut Schwäche – S&P 500, Nasdaq und Dow Jones schlossen mit klaren Verlusten. Der DAX hielt sich zwar etwas besser, zeigt aber charttechnisch klare Anzeichen einer möglichen Abwärtswelle, sollte das aktuelle Unterstützungsniveau nicht halten.

Ein zentraler Belastungsfaktor: Donald Trump und seine angedrohten Autozölle gegen Europa – ein 25%-Hammer, der besonders den deutschen Exportsektor treffen würde. Das Thema dominiert derzeit die Schlagzeilen und sorgt für enorme Unsicherheit auf beiden Seiten des Atlantiks.

Trump vs. Europa – Zölle eskalieren

Das Zollduell zwischen den USA und Europa könnte sich in KW14 verschärfen. Sollte Trump seine Drohungen wahr machen, ist mit erneuten Abverkäufen in europäischen Autobauern und möglicherweise einer weiteren Eskalation durch EU-Gegenmaßnahmen zu rechnen (Stichwort: Digitalsteuer auf US-Tech-Werte). Ein Handelskonflikt 2.0 ist nicht ausgeschlossen.

Was in KW14 wichtig wird

Die erste Aprilwoche startet mit Inflationsdaten aus Deutschland und Europa, bevor sich das Augenmerk zunehmend auf den US-Arbeitsmarkt verlagert. Besonders der Freitag mit den Non-Farm Payrolls dürfte für erhöhte Volatilität sorgen. Hier die wichtigsten Termine im Überblick:

Marktereignisse KW14/25

(Quelle: Investing.com)

Montag, 31. März

  • DE: Verbraucherpreisindex (14:00 Uhr)
    Frühindikator für die EZB – eine Überraschung könnte den Euro bewegen. Besonders wichtig für EUR/USD-Paare.

Dienstag, 1. April

  • EU: Verbraucherpreisindex (14:00 Uhr)
    Signalisiert die Inflationsdynamik in der Eurozone – mögliche Auswirkungen auf Zinsfantasien der EZB.

  • US: ISM Einkaufsmanagerindex Industrie (15:45 Uhr)
    Wichtiger Konjunkturindikator für die USA. Schwäche deutet auf sinkende Wirtschaftsaktivität hin – relevant für USD und Aktienmärkte.

Mittwoch, 2. April

  • US: ADP-Beschäftigungsindex (14:15 Uhr)
    Vorbote der Non-Farm Payrolls – liefert erste Hinweise zur Arbeitsmarktlage.

  • US: Rohöllagerbestände USA (16:30 Uhr)
    Beeinflusst Ölpreise und Energiemärkte. Ein Anstieg der Lagerbestände könnte Druck auf WTI & Brent ausüben.

Donnerstag, 3. April

  • DE: Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (09:55 Uhr)
    Blick auf den Zustand der deutschen Binnenkonjunktur – besonders für den DAX relevant.

  • US: ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (15:45 Uhr)
    Einer der wichtigsten Frühindikatoren für den US-Konsumsektor – hohe Relevanz für US-Indizes.

Freitag, 4. April

  • US: Non-Farm Payrolls (14:30 Uhr)
    Prognose: 139.000 neue Stellen
    Wird dieser Wert deutlich übertroffen, dürfte das bullisch für den US-Dollar wirken. Schwache Zahlen hingegen könnten Rezessionsängste schüren.

  • US: Rede von Jerome Powell (17:25 Uhr)
    Spannend im Kontext der Arbeitsmarktdaten – dovishe Töne könnten Märkte stabilisieren.

Besonders Donnerstag und Freitag bieten enormes Trading-Potenzial. Trader sollten auf abrupte Richtungswechsel vorbereitet sein – insbesondere bei USD-Paaren, Gold, Öl und den großen US-Indizes.

KW14 bietet reichlich Zündstoff für Volatilität – genau das, was Prop Trader brauchen. Ob mit schnellen Scalps während der NFP oder durch Intraday Swings auf DAX & Nasdaq: Die Chancen liegen klar auf der Seite derjenigen, die flexibel bleiben.

  • Short Bias in US-Indizes bleibt bestehen, solange keine geopolitische Entspannung oder geldpolitische Kehrtwende sichtbar wird.
  • DAX mit Rebound-Potenzial, aber nur bei positiven Signalen bzgl. Autozölle.
  • Gold: Starke Trendstruktur, Long bleibt das dominante Setup – Rücksetzer sind Kaufchancen.

Achtung: Nicht alle Prop Trading Anbieter erlauben News Trading

Viele Prop Trading Firmen schränken das Handeln rund um wichtige Wirtschaftsdaten ein – darunter Non-Farm Payrolls, Zinsentscheide oder Inflationszahlen. Gerade bei hoher Volatilität greifen Risikobegrenzungen oder Handelsverbote während bestimmter Events.

Wenn du als Trader gezielt auf News-Volatilität setzt, solltest du deshalb ganz genau hinschauen, welche Anbieter News-Trading erlauben – und welche nicht. Nutze dafür am besten unseren Prop Trading ergleich mit Filterfunktion, um die richtige Challenge mit passenden Regeln für deinen persönlichen Trading-Stil zu finden.

Chart der Woche: VW unter Druck – Hält das 50er Fibo?

Chart der Woche: VW

Die Aktie von Volkswagen (VW) steht sinnbildlich für den Druck, unter dem deutsche Autobauer aktuell leiden. Seit dem Hoch im März 2021 bei rund 250 € hat sich der Kurs mehr als halbiert und notiert derzeit unter 100 € – ein jahrelanger Abwärtstrend, der sich zuletzt nur kurz erholen konnte. Diese zarte Gegenbewegung wurde nun durch die angedrohten Autozölle wieder abgewürgt und auf das 50 %-Fibonacci-Level zurückgedrückt. Ein Bruch dieser Marke könnte neues Abwärtspotenzial freisetzen. Trader aufgepasst: Hält die Zone – oder kippt die VW-Aktie auf neue Tiefs?

Happy Trading!